Ein Gehäuse für die N|Watch

Zur Vorgeschichte: Vor ein paar Monaten bin ich im Internet auf eine tolle kleine Eigenbau Armbanduhr namens N|Watch (unbedingt ansehen) gestoßen. Ein kleiner atmega328p mit RTC und einem OLED Display, ein paar Monaten Akkulaufzeit und einer wunderbaren GUI. Natürlich musste ich unbedingt eine haben und Glücklichweise hat Zak Bausätze für diese Uhr verkauft – die Leiterplatte, OLED Display, LiPo und ein paar kleine SMD Bauteile – wovon ich auch einen bekommen habe. Die SMD Teile ließen sich realtiv einfach löten, weil sie doch schon ziemlich groß sind, und nach ein paar Stunden hat sie dann auch funktioniert. Einziger Nachteil ist das fehlende Gehäuse, sonst ist die Uhr Wunderbar. Und an diesem Punkt beginnt meine Geschichte.

Ein Gehäuse muss her, aber einfach mit Klebeband einwickeln oder Schrumpfschlauch oder so kommt nicht in Frage, und gänzlich auf ein Gehäuse verzichten ebenfalls nicht. Also habe ich es als Projekt für meinen Ultimaker angesehen, einfach mal schauen ob ich das zeichnen kann, und der Drucker es auch drucken kann. Das Gehäuse besteht aus 5 seperat gedruckten Teilen – Oberseite und Unterseite welche sich etwas überlappen und 3 Tasten. Die Schichtdicke habe ich auf 0,065mm eingestellt, damit werden dünne Wände ein bisschen besser – denn die müssen teilweise auf 0,4mm dick werden – leider fängt hier schon an das infill von aussen sichtbar zu werden. Wie auch immer, es hat so funktioniert wie es gedacht war. Der finale Druck hat nochmal eine Behandlung mit Sandpapier bekommen, dadurch wird es schön Matt und die Schichtung ist nicht mehr sichtbar.

Einzig eine Lösung für das verbinden von Ober- und Unterseite ist mir noch nicht eingefallen. Weil es so gut zusammenpasst hält es eigentlich von alleine – aber auch nur Eigentlich. Ich werde versuchen ein paar kleine Schrauben (wirklich wirklich kleine Schrauben aus Handys oder Kameras oder so) an den Seiten einzubringen – dort wo Ober- und Unterteil überlappen. Die zweite Idee war das ganze einfach zusammen zu kleben – was ungünstig ist wenn man die Firmware updaten will. Das geht leider nicht über USB, man ist auf ein paar Pins auf der Rückseite der Platine angewiesen. Wobei man hier auch das Gehäuse gewaltsam öffnen könnte, ein neues kostet nichtmal 50ct (verschwenderisch, ich weiss).

Bei dem ersten Test hab ich leider ein bisschen zu knapp gemessen und beim zusammenbauen 2 Ecken von dem OLED Display abgebrochen, unten links und rechts wo nur Glas ist. Ich habe auch über die Verwendung eines kleineren Akkus nachgedacht sodass die Uhr noch dünner wird, allerdings nichts spontan erhältliches gefunden und mich dann mit der Akkulaufzeit von nur 6 Monaten zufrieden gegeben. Ein schriftzug „N|Watch“ auf der Vorderseite unter dem Display war geplant, hat aber leider nicht so funktioniert wie ich es mir dachte, also hab ich es weggelassen.

Es gibt auf jeden Fall noch ein paar Bilder zum ansehen (grün erkennt man auf Fotos einfach besser) und natürlich die sketchup und .stl Dateien (-> nwatch.7z) für den Fall das jemand zufällig auch diese Uhr hat und ein Gehäuse drucken will und es noch nicht getan hat.

Comments (3)

  1. 22:06, 24. Dezember 2014Bill Seiler  / Antworten

    I did a 3D case too.
    I removed the loops off top and bottom of PCB to make it smaller.
    You need 3/16 inch delron balls for buttons.
    here are links to STL’s
    https://drive.google.com/file/d/0B8fpYRA11UJ9YUpMUFRKSGszVTg/view?usp=sharing
    https://drive.google.com/file/d/0B8fpYRA11UJ9RWQ2aHNURTZBODQ/view?usp=sharing

  2. 06:11, 8. Mai 2017Anadi jha  / Antworten

    How did you get your pcb

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